Yves Lindegger 552

Yves Lindegger 552

Schweizermeisterschaftrennen am Slovakiaring

Am Wochenende vom 29.Juni bis 1. Juli bestritt ich das Schweizermeisterschaftrennen am Slovakiaring. Der Slovakiaring befindet sich ca. 30 km ausserhalb der Stadt Bratislava. Anfänglich machte ich mir einige Sorgen, da ich die Strecke nicht kannte und die Schweizermeisterschaft sich langsam aber sicher dem Ende zuneigt.

In den ersten freien Trainings am Freitag waren meine Zeiten natürlich noch nicht der Hammer. Ich fühlte mich aber sehr schnell wohl auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke und konnte am Freitagnachmittag im Quali 1 schon einen super zweiten Rang herausfahren.

Am Samstagmorgen hatte ich einige Anlaufschwierigkeiten. Ich fühlte mich nicht mehr so wohl auf dem Motorrad wie am Freitag und war daher nicht ganz so risikofreudig wie am Tag zuvor. Dies führte auch dazu, dass ich mich im zweiten Quali nicht mehr steigern konnte. Nach den beiden Qualifikationen war ich auf dem 5. Rang.

Ich wusste, dass ich meinen Kopf bis am Samstagnachmittag frei kriegen sollte. Nach dem zweiten Quali waren es nur knappe 3 Stunden bis zum ersten Rennen. Ich entschied mich dazu, dass ich mir keine grossen Gedanken über den passierten Morgen machen werde, sondern einfach ein Nickerchen zu machen.

Nach einer kleiner „Turbosiesta“ entschied ich mich mit meinen Freunden auf dem Platz noch einige dummen Sprüche zu klopfen und einfach ein bisschen zu lachen. Danach ging es auch schon an den Start. Ausgeruht und fröhlich stand ich nun in der Startaufstellung und schaute guten Mutes dem Rennen entgegen.

Nach einem guten Start reihte ich mich auf Rang 3 ein. In den ersten fünf Runden und einigen Positionswechsel mit dem Zweitplatzierten entschied ich mich, mich hinter ihm einzureihen und ihn erst am Schluss zu überholen um einen Abstand zu unseren Verfolgern herauszufahren. Somit schonte ich meine Reifen und Kräfte. In der letzten Runde setzte ich dann zum Überholmanöver an und ging anschliessend bis ans Limit. Ich nahm meinem Gegner kurz eben mal 1,4 Sekunden innerhalb einer Runde ab und fuhr als Zweitplatzierter über den Zielstrich. Zugleich fuhr ich in der letzten Runde auch noch die persönlich schnellste Rennrunde nach 25 Minuten Rennzeit (Pirelli-Reifen und Engadin Skimarathon sei Dank).

Am Sonntag fühlte ich gleich zu beginn des Tages schon gut und ich wusste, dass ich wieder fähig war auf das Podest zu fahren. Drucklos und mit grosser Vorfreude nahm ich das Rennen in Angriff. Der Start verlief ziemlich ähnlich wie im ersten Lauf und ich reihte mich dieses Mal auf dem 4. Rang ein. Ich lag wieder hinter demselben Kontrahenten wie am Vortag und schaute mir die ersten stressigen Kurven erstmal von hinten an. Als ich bemerkte, dass die vorderen Fahrer versuchten sich aus dem Staub zu machen überholte ich den vor mir fahrenden Piloten und versuchte den kleinen Gap zur vorderen Gruppe zu schliessen. Als ich dann aber bemerkte, dass ich zu viel Risiko eingehen müsste um diese einzuholen und der Abstand zu meinem Verfolger trotzdem grösser wurde, entschied ich mich etwas Tempo raus zu nehmen und meinen dritten Platz ins Ziel zu schaukeln.

Platzierungen: Lauf 1: Platz 2 / Lauf 2: Platz 3

Meisterschaftsstand:

Am 11. / 12. August geht es in die zweitletzte Runde der Schweizermeisterschaft in Dijon.

Bis dahin wünsche ich Euch eine gute Zeit

Yves #552